Ein Abend über Open Science auf EU-Ebene, digitale Archiv-Infrastrukturen und Internet-Famous Katzen

von Helen Habernickel

Die Digital Eatery von Microsoft Unter den Linden war am Abend des 14. Aprils der Veranstaltungsort für das erste Event der neuen Science&People Reihe. Im entspannten Setting des Microsoft Cafés bot Science&People Wissenschaftlern, jungen Leuten aus der Start-Up Szene, politischen Entscheidungsträgern sowie interessierten Berlinern eine Plattform sich über die Fragestellung Open Science: Does it affect science and people? auszutauschen.

Vielleicht eine der wichtigsten Strömungen in der Wissenschaft seit Jahren, mit der Aussicht die Art und Weise wie Wissenschaft praktiziert und kommuniziert wird, zu revolutionieren, beschreibt Open Science verschiedene Bemühungen, die zum Ziel haben, Wissenschaft einer größeren Zahl von Menschen einfacher zugänglich zu machen.

Während der jeweils einstündigen Talks konnte das Publikum schon das ein oder andere Getränk genießen und zunächst Dr. Stephane Berghmans, Director of Academic & Research Relations bei Elsevier, zuhören als er Brüssels Perspektive zu Open Science auf EU Ebene beschrieb. Raman Ganguly, Technischer Projektleiter von e-infrastructures Austria an der Universität Wien, erklärte, wie die österreichische Initiative den koordinierten Aufbau von digitalen Archiven und die Entwicklung von forschungsunterstützenden Services unter Einbeziehung von Bibliotheken, IT Services und Wissenschaftlern vorantreibt.

Ein absolutes Highlight aber war die enthusiastische Präsentation von Dario Lupiañez und Daniel Ibrahim. Die beiden Postdocs arbeiten am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin und haben in ihrer Freizeit das Projekt Lilbubome ins Leben gerufen. Der Projektname ist ein Wortspiel aus „Lil Bub“, der Internet Katze, und „Genome“, das in diesem Wissenschaftsprojekt sequenziert wurde. Die Katze Lil Bub ist eine Internet Sensation mit Tausenden von Followern, ist Buch Autor, und hat sogar ihre eigene Fernsehshow! Lil Bub süßes Aussehen geht auf eine selten Krankheit zurück, wodurch sie von besonders kleinem Wuchs ist, zusätzliche Zehen, aber keine Zähne und eine verkürzte Schnauze hat, weshalb auch ihre Zunge immer raushängt. Durch Crowdfunding finanziert, haben Lupiañez und Ibrahim mit einem Team von Freiwilligen Lil Bubs gesamtes Genom sequenziert, um herauszufinden, was sie so besonders macht. Ein wahres Open Science Projekt — alle Fortschritte werden mit der interessierten Öffentlichkeit über die Sozialen Netzwerke geteilt. So sollen auch die Daten von Lilbubomes Genom öffentlich gemacht werden damit so weitere Forschung darauf aufbauen kann.

Die drei Vorträge inspirierten zu angeregten Diskussionen mit dem Publikum, die bei Bier und Wein bis in den späten Abend weitergeführt wurden. Science&People wird es hoffentlich gelingen, diesen Open Science Spirit auch in seine zukünftigen Veranstaltungen fließen zu lassen!


AAEAAQAAAAAAAAVnAAAAJGU1MmIzYTFlLTgwOTQtNGE3MC04ZjI4LWVmODk2NTFlYzlkMwDies ist ein Gastbeitrag von Helen Habernickel. Helen ist Executive Publisher bei Elsevier und in dieser Funktion für die Entwicklung und Betreuung eines Netzwerk von zentralen Entscheidungsträgern in der Wissenschaft zuständig. Darüber hinaus sorgt sie für die Konzeptualisierung und Auflage neuer wissenschaftlicher Fachjournale auf dem internationalen Markt.       

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